Ikigai- der heilige Gral für Führungskräfte zur Motivationssteigerung der Mitarbeiter?

Welchen Nutzen können Unternehmen und Mitarbeiter aus dem Prinzip ziehen?

Erfahrungswerte aus Führungscoachings, in denen das Ikigai-Prinzip vermittelt wurde, zeigen, dass die Methode wirklich gut funktioniert und Menschen in ihrem Job glücklicher und erfolgreicher machen kann. Vermutlich liegt das Geheimnis des Prinzips darin, dass der einzelne Mitarbeiter sich stärker wahrgenommen und wertgeschätzt fühlt und mit diesem Gefühl auch seinem Unternehmen wieder etwas zurückgeben möchte.

Die japanische Philosophie kann also dazu beitragen, dass in Unternehmen weniger an den Mitarbeitern vorbei planen, was im Umkehrschluss zu mehr Effektivität und Mitarbeitermotivation führt.

Oft verlieren sich Führungskräfte in ihrem Alltag, das heißt, sie verlieren zuweilen vor lauter Planung und Alltag den Blick auf den einzelnen Menschen. Das gibt Mitarbeitern das Gefühl, nicht wahrgenommen zu werden und sie leiden darunter, dass ihre Arbeit und ihr Wissen nicht wertgeschätzt werden. Die Folge ist dann erst eine schleichende Unzufriedenheit, die bis zur inneren Kündigung gehen kann. Wenn es erst einmal so weit gekommen ist, dann wird der Mitarbeiter entweder krank – die Volkskrankheit Burn-Out ist ein Spiegel von Menschen, die mit ihrer Arbeit sehr unglücklich geworden oder überfordert sind, oder die letzte Konsequenz ist die Kündigung. In beiden Fällen ist diese Entwicklung für niemanden gut. Die japanische Ikigai-Methode, die übrigens aus Okinawa, aus der Region stammt, in der die Menschen am ältesten werden und am gesündesten bleiben, kehrt diesen negativen Kreislauf um und sorgt wieder für frische Motivationsschübe bei den Mitarbeitern. Nachweislich leben japanischen Studien zufolge Manschen, die ihr Ikigai gefunden haben nicht nur glücklicher, sie sind auch gesünder und werden durchschnittlich älter, als solche, die ihr Ikigai für sich nicht gefunden haben.

Im Fokus des Ikigai-Prinzips im Unternehmens-Kontext steht eine klare gemeinsame Zielfindung von Unternehmen, Chefs und Mitarbeitern. Die Ziele sollten in mehrere Teilabschnitte gegliedert sein, damit sie Schritt für Schritt realisierbar und messbar bleiben. Es ist hierbei wichtig, die individuellen Ziele mit dem großen gemeinschaftlichen Endziel zu verbinden. Nur so bleibt der Flow erhalten und die Motivation hoch. Außerdem müssen die Ziele angemessen, klar verständlich und nachvollziehbar definiert sein. So geben sie den meisten Menschen ein transparentes Gefühl, das Beste zum Erreichen eines gemeinschaftlichen Endergebnisses geben zu können – und zu wollen.


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