Was macht uns glücklich?

Wie wir Glück und Erfüllung im Leben finden

„Es ist schwer, das Glück in uns zu finden, und es ist ganz unmöglich, es anderswo zu finden.“ Dieses Zitat von Nicholas Chamfort bringt die Schwierigkeit des Glücks voll zum Ausdruck. Ist es denn wirklich so schwer, glücklich zu sein? Warum suchen wir das Glück oftmals im Außen, sind aber dann enttäuscht, wenn wir es trotzdem nicht finden?
Und was ist denn eigentlich Glück?
Oftmals bemerken wir es auch erst, wenn wir es schon wieder verloren haben. Wehmütig denken wir dann an das zerronnene Glück, ohne zu erkennen, dass das Glück vielleicht schon in uns ist.Die Erfüllung, die wir im Leben suchen
Vielleicht mag es also unsere Sicht der Dinge sein, die wir ändern sollten, um das Glück zu finden? Viele Menschen, die von sich selbst sagen, dass sie glücklich sind, sind mit sich selbst im Reinen und streben nicht nach dem Vollkommenen oder nach dem Unerreichten. Liegt also folglich der Schlüssel zum Glück in der Betrachtungsweise?
Jeder Mensch sehnt sich nach der inneren Erfüllung, nach Glückseligkeit, einem Gefühl, das keine Wünsche mehr offen lässt. Doch dieses Gefühl muss man erst einmal wahrnehmen und auch als dieses spüren. Wer es nicht erkennt oder gar verneint, erfüllt zu sein, der wird diesen Zustand niemals erreichen können.
Dieses so sehr angestrebte Gefühl ist das Gegenteil von der inneren Leere, die uns in so mancher Stunde plagt und so zum stillen Weggefährten werden .

Das die Glücksuche keinesfalls ein neuzeitiges Thema ist, verdeutlicht schon die antike Philosophie. Große Denker wie Aristippos von Kyrene oder auch Platon widmeten sich hier schon ausgiebig dieser Glückssuche.
Als Quintessenz lässt sich folgendes sagen: Es liegt an uns selbst, Glück zu verspüren! Kein anderer kann uns die Erfüllung geben und somit kann uns auch kein anderer im Wege stehen. Diese Erkenntnis, dass wir uns selbst für Glück und Erfüllung öffnen können, wenn wir auch unserer Gedanken, unsere Einstellung bzw. unsere Glaubenssätze  ändern. Fraglich ist, wie wir dies in unser Leben integrieren können und wie wir unser Glück greifbar machen.

Glückstagebuch schreiben

Eine einfache Übung, sich das bereits vorhandene Glück bewusst zu machen, ist das Schreiben eines Glückstagebuchs.
Schreibe dazu jeden Abend drei Dinge auf, die an diesem Tag besonders schön waren. Dinge, für die du dankbar bist. Du kannst aber auch einfach schöne Momente und positive Gedanken des Tages beschreiben. Es sind deine persönlichen Glücksaufzeichnungen.
Laut dem amerikanischen Psychologen Martin E. P. Seligman führt diese Übung übrigens innerhalb von wenigen Wochen nachweislich zu mehr Glücksempfinden. Es kann so  einfach sein!

Bewegung, Yoga und Sport

Aber nicht nur das Aufschreiben von Gefühlen, lässt uns diese bewusst wahrnehmen. So stecken hinter unseren Gefühlen u.a. chemische Prozesse, die in unserem Gehirn stattfinden. Wenn wir uns gut fühlen, sind dafür bestimmte Stoffe verantwortlich. Der bekannteste von ihnen ist wohl Dopamin, das Glückshormon. Es hilft uns dabei, zu erkennen, was gut für uns ist. Unsere Natur zeigt uns das, indem wir uns gut fühlen. Wenn wir dieses Glückshormon ausschütten, überkommt uns ein regelrechtes Glücksgefühl von dem wir gerne mehr haben wollen. Dieses Gefühl kennen wir zum Beispiel, wenn wir Sport gemacht haben. Wir fühlen uns danach super, sind fit und motiviert und auch in gewisser Weise glücklich. Natürlich wollen wir dies so oft wie möglich erleben und am besten permanent in unseren Alltag integrieren. Gleiches gilt sicher auch für Wanderungen in der Natur. Besonders groß ist das Glücksgefühl übrigens nach Yoga. Das haben Wissenschaftler in verschiedenen Studien (https://www.geo.de/magazine/geo-magazin/903-rtkl-alternative-medizin-wie-und-warum-wirkt-yoga-das-sagt-die-wissenschaft) bestätigt.

Sich mit den eigenen Gefühlen auseinander setzen
Oftmals halten uns aber negative Gefühle und alte Glaubenssätze davon ab,  das richtige Glück empfinden zu können. Anstatt negative Gefühle wegzuschieben und den Kontakt damit zu vermeiden oder gar zu verhindern, sollten wir uns im Laufe unseres Lebens immer wieder mit ihnen auseinander setzen und diesen nachspüren. Auch lassen sich alte Gefühle, die auf sehr verletzenden und negativen Erfahrungen und damit zusammenhängende Glaubenssätze basieren, im Rahmen eines Coachings oder -bei Bedarf- einer Psychotherapie aufarbeiten. Mit dem Lindern oder Auflösen der negativen Gefühle schaffen wir uns emotionale Erleichterung und ermöglichen uns damit, mehr positive Gefühle und Glück im Leben zu verspüren.

Lebe den bewussten Moment

Achtsamkeit und Meditation helfen uns darüber hinaus, mehr im Moment zu verweilen, statt ständig den Gedanken der Vergangenheit oder Planungen der Zukunft nachzuhängen. Das Glück findet sich auch nicht vor unserem Fernseher oder in unserem Smartphone. Wir finden es, in dem wir üben bewusst zu erleben, was in jedem Moment passiert. Der buddhistische Mönch und Zenmeistser Thich Nhat Hanh hat eine Vielzahl von YouTube Videos, Büchern und Schriften zum Thema Achtsamkeit publiziert, die zudem auch praktische Übungen beinhalten. Die einfachste Art, in den gegenwärtigen Moment zu kommen, ist den eigenen Atem, das Ein-und Ausatmen, bewusst wahrzunehmen. Wenn wir darauf achten, werden die Gedanken weniger und wir schaffen neuen Raum: Raum für Erfüllung und Glück!


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